DAS ZAHNWERK
kukurinkov & kollegen

Delyan Kukurinkov
Praxisinhaber
Hafnersmarkt 7
91801 Markt Berolzheim

Parodontitis

01.04.2021

Parodontitis

Auslöser, Therapie und Prävention

Der Begriff Parodontitis (auch Parodontose genannt) beschreibt eine Entzündung des Zahnbetts (Zahnhalteapparat). Ausgelöst wird sie vorwiegend durch bakteriellen Zahnbelag (Biofilm, Plaque), der die Zähne und das Zahnfleisch angreift.
Das entzündete Zahnfleisch schwillt an und löst sich vom Zahn ab – es entsteht eine Zahnfleischtasche und damit der ideale Nährboden für schädliche Bakterien. Das Zahnfleisch bildet sich Stück für Stück zurück, sodass die Zahnhälse sichtbar werden und die Zähne länger erscheinen. Breitet sich die Parodontitis weiter aus, kann sie auf das umliegende Bindegewebe und die Kieferknochen übergreifen. Es droht Zahnverlust.

Die gute Nachricht ist: Es gibt wirksame Methoden, um einer Parodontitis vorzubeugen oder sie zu therapieren. Welche das sind, erfahren Sie hier.

 Auslöser für Parodontitis

Da bakterieller Biofilm zu Entzündungen im Mund führt, gilt mangelhafte Zahnpflege als Parodontitis-Hauptauslöser. Aber nicht nur! Denn egal wie gründlich Sie Ihre Zähne zu Hause putzen: Sie können den Zahnbelag nicht an allen Stellen vollständig entfernen. Neben der eigenen Mundhygiene begünstigen unter anderem die folgenden Faktoren das Entstehen der Erkrankung:

  • Hormonelle Umstellungen: Sie können zum einen ein verändertes Essverhalten nach sich ziehen, zum anderen zu einer höheren Empfindlichkeit des Zahnfleisches führen. Das verändert häufig die häusliche Zahnpflegeroutine.
  • Schwaches Immunsystem: Eine starke Immunabwehr hält schädliche Bakterien in Schach. Sind unsere Abwehrkräfte hingegen geschwächt, können sie die Keime im Mund nur noch eingeschränkt bekämpfen, was die Entstehung und Ausbreitung einer Entzündung begünstigt.
  • Rauchen: Nikotin verringert die Durchblutung des Zahnfleisches und schwächt insgesamt das Immunsystem. Das ist auch der Grund, weshalb Parodontitis verstärkt bei Rauchern auftritt.
  • Stoffwechselerkrankungen: Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus begünstigen die Entstehung einer Parodontitis, daher sollten Patienten mit dieser Diagnose besonders auf eine gute Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxe achten.

Ein wichtiger Punkt, der vielen Patienten nicht bewusst ist, ist der enge Zusammenhang zwischen Mund- und Körpergesundheit. Eine Parodontitis ist eine Entzündungserkrankung und hat Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Somit begünstigt eine unbehandelte Parodontitis diverse Folgeerkrankungen, unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegs- und rheumatische Krankheiten, Alzheimer, Fehl- oder Frühgeburten.

Wie erkenne ich eine Parodontitis?

Typische Parodontose-Symptome sind Zahnfleischbluten und schmerzempfindliche Zähne. Spätestens wenn das Zahnfleisch sichtbar gerötet oder geschwollen ist, sollten Sie einen Termin bei Ihrem Zahnarzt vereinbaren. Dort werden Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch genau untersucht und festgestellt, ob eine Parodontitis vorliegt und wie sie bestmöglich behandelt werden kann.

Parodontitis schmerzfrei therapieren

Da schädliche Bakterien der Auslöser für Parodontitis sind, müssen sie beseitigt und die Entzündung gestoppt werden. Dazu werden Ihre Zähne gründlich gereinigt und harte sowie weiche Zahnbeläge schonend entfernt. Bestehende Zahnfleischtaschen werden von Keimen befreit und erkranktes Gewebe entfernt. In schwerwiegenderen Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotika möglich.
Über den genauen Ablauf einer Zahnfleischbehandlung sowie Ihr individuelles Nachsorgekonzept informieren wir Sie hier.

Prophylaxe-Tipps

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um gar nicht erst an einer Parodontitis zu erkranken oder eine bestehende Entzündung „auszuheilen“. Diese einfachen Tipps sind die beste Prävention:

  • Putzen Sie sich zweimal täglich gründlich die Zähne.
  • Achten Sie darauf, beim Putzen nicht zu viel Druck auf Zähne und Zahnfleisch auszuüben.
  • Verwenden Sie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten, um schädlichen Biofilm effektiv zu beseitigen. Auch Mundspüllösungen und Zungenschaber tragen zu einem verringerten Bakterienwachstum im Mund bei.
  • Warten Sie nach dem Essen etwa eine halbe Stunde, ehe Sie zur Zahnbürste greifen, um Ihren Zahnschmelz nicht anzugreifen.
  • Gehen Sie zweimal jährlich zur Professionellen Zahnreinigung (PZR) und zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung. So kann eine Parodontitis frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Sie haben öfter Zahnfleischbluten oder schmerzempfindliche Zähne? Dann vereinbaren Sie am besten direkt einen Termin bei uns. Wir sind für Sie da und finden immer eine Lösung für Ihre mundgesunde Zukunft. Versprochen!