DAS ZAHNWERK
kukurinkov & kollegen

Delyan Kukurinkov
Praxisinhaber
Hafnersmarkt 7
91801 Markt Berolzheim

Dentalphobie

14.10.2020

Das hilft bei der Angst vorm Zahnarzt

Der Besuch beim Zahnarzt löst bei den wenigsten von uns pure Vorfreude aus. Wenn wir jedoch selbst die schlimmsten Zahnschmerzen lieber aushalten, statt einen Termin in der Praxis zu vereinbaren, wird die Angst zu einem Problem für unsere Gesundheit. Delyan Kukurinkov, Herz und Kopf der Zahnarztpraxis DAS ZAHNWERK in Markt Berolzheim, zeigt Wege aus der Phobie.

Wege aus der Angst vorm Zahnarzt

Der Besuch beim Zahnarzt löst bei den wenigsten von uns pure Vorfreude aus. Wenn wir jedoch selbst die schlimmsten Zahnschmerzen lieber aushalten und ernste Erkrankungen in Kauf nehmen, statt einen Termin in der Praxis zu vereinbaren, wird die Angst schnell zu einem Gesundheitsrisiko.

Was ist Dentalphobie und wie beeinträchtigt sie das Leben der Patienten?

Der Begriff Dentalphobie beschreibt die krankhafte, übersteigerte Angst vor dem Zahnarztbesuch. Sie führt zu einer oft jahrelangen Vermeidung notwendiger zahnärztlicher Behandlungen und wird unterschieden von der nicht pathologischen Dentalphobie.

In Deutschland leiden nach aktuellen Schätzungen mehr als 5 Millionen Menschen unter dieser spezifischen Angststörung. Ich kenne keinen Kollegen, der nicht früher oder später einen Dental-Phobiker auf dem Behandlungsstuhl vorgefunden hat.

Gerade deshalb gehört die Expertise im Umgang mit Angstpatienten für mich zum wichtigsten Rüstzeug eines Zahnarztes.

Die Realität in deutschen Praxen sieht jedoch leider anders aus: Oft wird panischen Patienten mit zu wenig Empathie begegnet und in der Folge keine wirklich hilfreiche Lösung angeboten. Die Patienten bleiben in ihrer Angst alleine gelassen und geraten immer tiefer in die Spirale aus Isolation, schwindendem Selbstbewusstsein und folgenschweren Zahnerkrankungen.

Ich finde das alarmierend, denn Dental-Phobiker befinden sich in Momenten vor und während der Behandlung in einem seelischen und physischen Ausnahmezustand.

Warum haben manche Patienten so große Angst?

Die meisten Angstpatienten haben in ihrer Vergangenheit schmerzhafte Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht. Ihr Vertrauen ist zerstört, sie fühlen sich hilflos und tragen den Glaubenssatz in sich, dass niemand ihnen helfen kann.

Die Situation während der Behandlung leistet einen weiteren Beitrag zum Panikaufbau: auf dem Rücken liegend, grelles Licht im Gesicht und nicht sehen könnend, was der behandelnde Arzt oder das Praxispersonal gerade macht. Dazu unangenehme Geräusche, unbekannte Geräte und die Unfähigkeit zu sprechen. Selbst wenn die Mehrheit der Patienten gelernt hat, diese Situation zu akzeptieren und nicht als bedrohlich zu empfinden, ist es für mich durchaus verständlich, dass sie große Ängste auslösen kann.

Kommt daher Ihr starkes Interesse für das Thema Dentalphobie?

Ich bin Arzt geworden, weil ich mich für Menschen interessiere. Durch meine Tätigkeit als Zahnarzt kann ich bestehendes Leid verringern und Lösungen aufzeigen, die den Gesundheitszustand meiner Patienten verbessern. Damit erhöht sich ihre Lebensqualität spürbar. Vor allem dann, wenn sie durch mein Team und mich ihre Angst vor der Zahnbehandlung ein für alle Mal ablegen können.

Eines meiner Ziele ist es, das verloren gegangene Vertrauen in die Zahnmedizin wiederaufzubauen. Angstpatienten fehlt gerade das am meisten und sie sind aus meiner Sicht emotional in der größten Notlage. Heute gibt es bessere Möglichkeiten denn je für diese Menschen, Ihre Phobie für immer abzulegen. Richtig gute, nachhaltige Lösungen für ein schweres Problem wie eine Angststörung zu finden, begeistert mich einfach.

Wie genau sehen diese Lösungen im ZAHNWERK aus?

Zu allererst ist unser ganzes Team im Umgang mit Dental-Phobikern geschult.

Selbst wenn wir keinen Hinweis von den Patienten bei der Terminvereinbarung oder beim Betreten der Praxis erhalten, spürt jeder bei uns, wenn ein Patient Angst hat und stellt sich darauf ein. Auch unser neuer Auftritt nach außen zeigt, wie wichtig wir alle unsere Patienten in ihren individuellen Anliegen nehmen.

Angstpatienten haben die Möglichkeit, auf der Website und in den sozialen Medien schon vorab ein Gefühl für uns zu entwickeln. Zu Hause, in Ruhe, in ihrem sicheren Umfeld. Durch die Vorstellung unseres Teams lernen sie uns quasi vorab kennen und machen sich mit der Behandlungssituation vertraut.

In der Praxis angekommen, reduzieren wir bewusst Stressoren für Phobiker. Dem typischen Praxisgeruch begegnen wir mit beruhigenden, frischen Aromen. Wir setzen situationsbezogen beruhigende Musik ein, nehmen uns Zeit für ein Gespräch und gehen auf jeden Patienten individuell ein. Beispielsweise vereinbaren wir Handzeichen, mit denen der Patient signalisieren kann, wenn er eine Pause braucht. Empathie und Vertrauensaufbau stehen im ZAHNWERK an oberster Stelle.

Ich muss sagen, ich freue mich immer, wenn ich auf einen Angstpatienten treffe. Weil ich es für eine großartige Chance halte, diesem Menschen zu helfen, seine Angst für immer zu überwinden und lebenslänglich gesunde, schöne Zähne zu haben. Wenn in dem Lachen nach einer Behandlung nicht nur Freude steckt, sondern auch Erleichterung, Stolz und eine neugewonnene Freiheit, dann bin ich zutiefst dankbar, meinen Beruf ausüben zu dürfen.